Hooked on Raspberry Pi!

Raspberry Pi 2 Model B v1.1

Eigentlich hatte ich den Raspberry Pi, einen sogenannten SBC (Single Board Computer), schon seit geraumer Zeit auf dem Schirm. Ein nettes Spielzeug für Maker, zudem prädestiniert dazu, meinen Junior mit Scratch ans Programmieren heranzuführen, aber das hat noch etwas Zeit, dachte ich damals. Aus dem Auge aus dem Sinn…

Im Sommer begann ich, ein neues Terrarium für mein Jemenchamäleon Elvis zu bauen. Quasi ein luxuriöses „Graceland“ (für die Nicht-Elvis-Fans: So nannte Elvis Presley seine Millionen-Villa in Memphis) mit allem erdenklichen Reptilien-Komfort, dessen klimatische Parameter ich gerne auch mobil überwachen und regulieren können möchte. Selbstverständlich entsann ich mich unweigerlich der putzigen Himbeerkiste, für die es im Elektronik-Versandhandel – vor allem im Zusammenspiel mit Arduino – ein nicht enden wollendes Angebot von Mess- und Regelelementen gibt. Nicht lang schnacken, Teil einpacken… – der erste Raspberry Pi 2 Model B ist längst bei mir eingezogen… und ein zweiter… und ein dritter… und… ich muss sagen:

„Bämm! Der RasPi hat mich voll erwischt!“ – Was liegt also näher, als diesem faszinierenden Gerät deshalb eine eigene Rubrik in meinem Sammelsurium zu verpassen?

Schon die Idee hinter dem Raspberry Pi begeistert:
Die wurde etwa 2005 an der Universität Cambridge unter der treibenden Kraft von Eben Upton – seinerzeit Leiter des Fachbereichs Informatik – geboren, der dort mit Besorgnis eine stetig sinkende Zahl von Informatikstudenten verzeichnen musste, deren Wissensstand zum Zeitpunkt der Immatrikulation als erschreckend gering einzustufen war. Das kennt man ja auch hierzulande.
Eben Upton, im Hauptberuf Entwickler integrierter Schaltungen beim US-amerikanischen Halbleiterhersteller Broadcom, wollte diesem Negativtrend an der Wurzel des Übels mit der Entwicklung eines für jedermann erschwinglichen Kleinstcomputers entgegenwirken. Beabsichtigt war, den RasPi (gängige Kurzform für Raspberry Pi) so günstig produzieren und vertreiben zu können, dass Schulen und soziale Einrichtungen trotz noch so winziger Budgets mehrere dieser Geräte anschaffen könnten und so den Fachbereich Informatik für eine nur noch Konsolen zockende Jugend wieder durch praxisorientierte Lernangebote interessant machen zu können. Der Pioniergeist der frühen 80er Jahre sollte wiederbelebt werden.
Eine geschätzte Verkaufszahl von mittlerweile 7 Millionen Einheiten (Stand Mitte 2015) gibt Upton und seinem Konzept Recht. Er hat einen regelrechten Hype losgetreten und kann zufrieden auf eine riesige, stetig wachsende und dabei dauerhaft lebendige Raspberry-Community blicken. Eine Erfolgsstory, die Eben Upton nach eigener Aussage selbst überrascht hat.

Schluss jetzt mit der Schwärmerei! Aus der ursprünglich geplanten Reptilien-Überwachung ist längst ein umfassendes SmartHome-Projekt mit dem Namen „HouseKeeper“ geworden, das Haus ist übersät mit Microcontrollern, Shields, elektronischen Kleinbauteilen, und der Junior verfügt natürlemente auch über eine eigene Raspberry/Arduino-Baustelle. Damit wir das nun alles unter Kontrolle halten können, holen wir uns am Samstag während Nürnbergs jährlicher Bildungsveranstaltung „Die lange Nacht der Wissenschaften“ professionelle Hilfe: In einer Selbsthilfegruppe der anonymen Raspiholikern, dem ortsansässigen FabLab.

Hooked on Raspberry Pi? Hooked on Making!

Dazu hier bald mehr… 😉

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